Neue Hoffnung bei Fatigue? Vitamin C im Fokus

Erschöpft, aber „laborchemisch unauffällig“?

Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungsminderung gehören zu den häufigsten Symptomen in der ärztlichen Praxis – oft im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen, Infekten, Stress oder Tumortherapien. Ein möglicher Mitverursacher: Vitamin-C-Mangel – ein immer noch unterschätztes, aber häufiges Phänomen.

Die Ursachen für Erschöpfung sind in der Regel multifaktoriell und komplex – häufig mitbeteiligt ist eine Immundysregulation. Außerdem kann bei Infektionen, Tumoren und Autoimmunerkrankungen oxidativer Stress nachgewiesen werden. Chronische Entzündungsprozesse führen zu Durchblutungsstörungen und neurodegenerativen Veränderungen, die zur Entstehung von Fatigue, Schmerzen und kognitiven Störungen beitragen [1].

Vitamin C als Schlüsselfaktor – mehr als nur ein Antioxidans
Vitamin C ist essenziell für eine zuverlässige Immunantwort. Durch seine physiologischen Funktionen moduliert es überschießende Entzündungsreaktionen, was eine wichtige Rolle bei der Eindämmung von Immunfehlregulationen spielt. Experimentelle Studien belegen eine antimikrobielle Wirkung [2]. Bereits bei marginalen Vitamin-C-Spiegeln (<20 µM) können unspezifische Symptome wie Fatigue, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit oder diffuse Schmerzen auftreten [3]. Diese subklinische Hypovitaminose C ist zudem mit erhöhten Entzündungswerten, oxidativem Stress und einer gesteigerten Krankheitsanfälligkeit assoziiert [3] – ein kausaler Zusammenhang, der oftmals unterschätzt oder übersehen wird.

Meta-Analyse zu Covid-19

Ein aktuelles Review zum Management von Long-COVID betont die Rolle von Vitamin C und L-Arginin für die Endothelfunktion und die Durchblutung [4]. Infektionen wie SARS-CoV-2 steigern nachweislich den oxidativen Stress und führen häufig zu einem Vitamin-C-Mangel [5]. In 15 klinischen Studien zeigte eine meist intravenöse Vitamin-C-Gabe positive Effekte: wie niedrigere Entzündungswerte, höhere Lymphozytenzahlen, kürzere Intensivaufenthalte sowie eine geringere Mortalität im Vergleich zur Kontrollgruppe [6, 7].

In diesem Zusammenhang rücken supportive, hochdosierte Vitamin-C-Infusionen zunehmend in den Fokus. Studien zeigen, dass mit der Behebung eines Vitamin-C-Mangels die damit assoziierten Beschwerden, wie Fatigue, gelindert werden können [1, 5-8]. Die gezielte Supplementierung mit Vitamin C – insbesondere intravenös – eröffnet damit neue therapeutische Perspektiven bei belastenden Beschwerden wie chronischer Erschöpfung oder Fatigue.

Wissenschaftliche Erkenntnisse im Überblick
Praxisrelevantes Wissen rund um die Hochdosis-Infusion mit Vitamin C finden Sie in unserem Fachbereich unter www.pascoe.at. Für alle weitere Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter info@pascoe.at.

 

 

 

 

 

 

 

 

Literatur
1. Vollbracht, C. and K. Kraft, Feasibility of Vitamin C in the Treatment of Post Viral Fatigue with Focus on Long COVID,  Based on a Systematic Review of IV Vitamin C on Fatigue. Nutrients, 2021. 13(4).
2. Mousavi, S., S. Bereswill, and M.M. Heimesaat, Immunomodulatory and Antimicrobial Effects of Vitamin C. Eur J Microbiol Immunol (Bp), 2019. 9(3): p. 73-79.
3. Gandhi, M., et al., Scurvy: Rediscovering a Forgotten Disease. Diseases, 2023. 11(2).
4. J. Li u. a., „The long-term health outcomes, pathophysiological mechanisms and multidisciplinary management of long COVID“, Signal Transduct. Target. Ther., 2023, doi: 10.1038/s41392-023-01640-z.
5. P. Holford, A. C. Carr, M. Zawari, und M. P. Vizcaychipi, „Vitamin C Intervention for Critical COVID-19: A Pragmatic Review of the Current Level of Evidence“, Life, Bd. 11, Nr. 11, 2021, doi: 10.3390/life11111166
6. L. Sun u. a., „Therapeutic effects of high-dose vitamin C supplementation in patients with COVID-19: a meta-analysis.“, Nutr. Rev., Sep. 2023, doi: 10.1093/nutrit/nuad105.
7. K. K. Bhowmik, M. A. Barek, M. A. Aziz, und M. S. Islam, „Impact of highdose vitamin C on the mortality, severity, and duration of hospital stay in COVID19 patients: A metaanalysis“, Health Sci. Rep., Bd. 5, Nr. 5, Aug. 2022, doi: 10.1002/hsr2.762
8. Carr, A. C., M. C. Vissers, et al. (2014). „The effect of intravenous vitamin C on cancer- and chemotherapy-related fatigue and quality of life.“ Front Oncol 4: 283. doi: 10.3389/fonc.2014.00283

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Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Injektionsflasche mit 50 ml Injektionslösung enthält: Wirkstoff: 7,5 g Ascorbinsäure als Natriumsalz. Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Natrium (972 mg). Anwendungsgebiete: Hochdosis-Therapie von klinischen Vitamin-C-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben oder oral substituiert werden können. Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren. Sowie: Methämoglobinämie im Kindesalter (auch jünger als 12 Jahre). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Oxalat-Urolithiasis, Eisen-Speichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie), Niereninsuffizienz, Glucose-6-phosphat-dehydrogenasemangel/-defekt; bei Kindern unter 12 Jahren: Hochdosis-Therapie von klinischen Vitamin-C-Mangelzuständen. Zulassungsinhaber: Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, Schiffenberger Weg 55, D-35394 Gießen. Rezeptpflicht / Apothekenpflicht: Rezeptpflichtig und apothekenpflichtig. Pharmakotherapeutische Gruppe: Ascorbinsäure (Vitamin C). ATC Code: A11GA01 Stand: 09/2020. Liste der sonstigen Bestandteile: Natriumhydrogencarbonat, Wasser für Injektionszwecke. Weitere Angaben zu den besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie ggf. Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

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